Der Ignacy Łukasiewicz Schulkomplex

Dutzende Lehrer, Tausende Schüler. Unzählbare Unterrichtsstunden, große und kleinere Ereignisse, die den Alltag bilden, aber auch Feste in unserer Schule. Die Schule existiert dank allen Menschen, die ihr ihre Herzen und ihr Wissen opfern.
Für sie wurde die Schule zum Sinn des Lebens, zum Ziel und auch zum Weg, der sie zum Erfolg und zum Glück führt.
Die Schule, indem sie sich in ihrer Tätigkeit nach universalen Werten richtet, ist mit dem Ort, in dem sie funktioniert eng verbunden. Es gibt „ hier und jetzt „. Ignacy Lukasiewicz Schulkomplex diente schon immer ihrer Umgebung. Von Anfang an arbeitete sie mit der größten Arbeitsstätte , mit dem Chemiewerk Police zusammen.
Die Bildungsrichtungen und Fächer in den Berufsschulen und Fächer im Lyzeum erfüllten die Erwartungen der Stadt und der Region. Auch heutzutage wird dafür gesorgt, eine offene Schule zu bilden und die Absolventen so gut wie möglich auf das weitere Leben im demokratischen Polen und im gemeinsamen Europa vorzubereiten.


 

Patron des Schulkomplexes

Ignacy Łukasiewicz wurde am 8. März 1822 in Zaduszniki, bei Mielec (heute Gemeinde Padew Narodowa) geboren. Als Kind lernte er zu Hause, sein Lehrer war Erzieher, ehemaliger Obers, Woysyn Antoniewicz.
1830 zog Familie Lukasiewicz nach Rzeszów um. In dieser Stadt besuchte der junge Ignaś vier Jahre lang das Gymnasium. Nach dem Abschluß begann er als Apotheker-Helfer zu arbeiten. Als er in Rzeszów lebte, beschäftigte sich Ignacy mit der konspirativen Tätigkeit.
Dafür wurde er 1846 durch österreicher Führungsorgane verhaftet und nach dem Gefängnis wurde er nach Lwów geschickt. Dort, ohne Geld, arbeitete er in er Apotheke von Piotr Mikolasch. Hier fand Lukasiewicz unter den Medikamenten Felsöl und fing mit seinen Versuchen an, dieses Öl zur Beleuchtung zu nutzen. Leider besaß er weder Geldmittel noch das Wissen um dieses Ziel zu erreichen. Sein Arbeitgeber, nach dem er seine außergewöhnliche Begabung entdeckte, half ihm bei der Ausbildung. Lukasiewicz machte seinen Studienabschluß in Kraków, danach fuhr er nach Wien um sein Wissen bei analytischer Chemie zu vertiefen. Mit dem Magisterdiplom kehrte er zurück, arbeitete weiter in der Apotheke von Mikolasch und führte Versuche mit Erdöldestillation. Mit der Flüssigkeit, die er nach der Destillation gewann füllte er Lämpchen und später Flaschen, er nutzte das Öl als Beleuchtungsmittel.
Wie bedeutend diese Erfindung war, davon zeugt ein Ereignis vom 31. Juli 1853. An diesem Tag führte Doktor Zaorski im Lwower Krankenhaus beim Licht der Petroleumlampe eine schwierige Operation und rettete das Leben einem Kranken. Die Petroleumlampe erfüllte ihr Dienst für die Menschheit. Im nächsten Jahr zog Lukasiewicz in die ölreichen Gebiete in Podkarpacie. In Gorlice pachtete er eine Apotheke, in der sich die erste größere Raffinerie befand. Er schuf Erdölbohrlöcher, das erste entstand um 1854. Zwei Jahre später erbaute er die erste Pechsiederei in Ulaszowice. Er vertiefte die Bohrlöcher, modernisierte Methoden vom Erdölabbau.
Lukasiewicz spielte eine bedeutende Rolle im Gesellschaftsleben. Von seinen Geldmitteln baute er Wege, Schulen, Kinderheime. Er unterstützte finanziell die Rebellion im Januar, hütete in seinem Haus politische Emigranten.


[12.11.2008]