05.04.2017

Was ist schon normal?

Ganz selbst verständlich benutzt jeder von uns tagtäglich das Wort normal – aber was heißt das eigentlich? Und was ist dann nicht normal? Dieser Frage stellte sich die Klasse 7a am Dienstag, dem 4. April 2017, im Rahmen eines vom Netzwerk für Demokratie und Courage angebotenen Projektes. Dabei positionierten sich die SchülerInnen zunächst zu verschiedenen Aspekten, wie beispielsweise, ob Männer Röcke tragen dürfen, es nach Geschlecht getrennte Toiletten geben muss und Frauen sich um ein gutes Aussehen bemühen sollten. Viele SchülerInnen zeigten hierbei ein offenes Verständnis von dem, was Menschen tun dürfen sollten, sodass Jan als Ergebnis formulierte, dass jeder das tun dürfen sollte, was er wolle, solange es nicht kriminell sei.
Im weiteren Verlauf des Projekttages wurde unser Sprachgebrauch genau beleuchtet, denn allzu oft bezeichnen wir Menschen mit verletzenden Worten – teilweise auch, wenn wir das gar nicht beabsichtigen. So entdeckten die SchülerInnen in situativen Beispielen und einem Film diskriminierende Äußerungen, um dann sowohl über den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren und nicht-diskriminierende Bezeichnungen, wie z.B. Regenbogenfamilie, Schwarze oder Menschen mit Beeinträchtigung, zu finden. Des Weiteren versetzten sich die SchülerInnen anhand von fiktiven Geschichten, die jedoch mitunter in ähnlicher Weise im Alltag zu finden sind, in die Lage von diskriminierten und ausgegrenzten Personen, um zu erkennen, dass das eigene sprachliche Verhalten beim Gegenüber meist negative Gefühle auslöst und jeder daher auf seinen Sprachgebrauch im Miteinander achten sollte. Schließlich waren sich alle einig, dass ein respektvoller Umgang miteinander nicht nur durch Handlungen, sondern auch durch Sprache gestaltet wird.
Die Klasse 7a, Frau Müller und Frau Werner danken daher den Projektleiterinnen Ela und Steffi für die erfolgreiche Gestaltung dieses Tages und hoffen auf eine baldige Vertiefung des Themas. Abschließend empfehlen sie die Durchführung solcher Projekte des Netzwerkes für Demokratie und Courage allen Klassen und ihren Klassenlehrern. Denn schließlich sind wir eine Schule ohne Rassismus – mit Courage.