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23.01.2007

Anerkennung für Zivilcourage geht an Löcknitzer

Im Sommer 2003 wurde der jüdische Gedenkstein in Löcknitz mutwillig beschädigt. Für annähernd 3000 Euro ließ die Gemeinde den Stein zum Volkstrauertag desselben Jahres wieder herstellen, aber nur einige Tage danach wurde der Gedenkstein im November 2003 erneut geschändet. Ulrike Körk und Patrick Müller teilten gemeinsam mit anderen Schülern des Deutsch-Polnischen Gymnasiums und den Einwohnern die Empörung über diesen menschenverachtenden Vandalismus. Spontan entschieden sie sich, für die erneute Wiederherstellung des Steines Geld zu sammeln und gingen in Löcknitz und Umgebung von Haus zu Haus. Für ihr couragiertes Handeln wurde ihnen durch den Landrat Volker Böhning zwar nicht der erste Preis für Zivilcourage des Landkreises Uecker-Randow überreicht, aber dennoch erhielten sie viele lobende Worte und hohe Anerkennung. "Ihnen und Ihren beteiligten Mitschülerinnen und Mitschülern des Deutsch-Polnischen Gymnasium Löcknitz meinen herzlichen Dank", so der Landrat während der Auszeichnung.

Quelle: Pasewalker Zeitung vom 19. Januar 2007