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13.09.2012

Projekttage "Bunt statt Braun"

Mit den ermutigenden Worten: …bleibt schön bunt“ beendete unser Schulleiter am 11.09.2012 seine Begrüßungsworte zum Auftakt der beiden Projekttage „Bunt statt Braun“.

Seit den letzten Wahlen  arbeiteten Schülervertreter  bereits an der Planung von Projekttagen: „Bunt statt Braun“. Die große Mehrzahl der Kollegen und Schüler des DPG verabscheuen die  menschenverachtende Ideologie der Neonazis und  so  war es uns  ein Bedürfnis das Thema mit all seiner Vielfältigkeit, Kreativität und Farbfülle ins Schulleben zu integrieren.

In kürzester Zeit wurde ein Programm auf die Beine gestellt, das  seinem Anspruch, nämlich bunt zu sein, gänzlich entsprach.

Sportlich Interessierte konnten bei einem professionellen Trainer erste Berührungen mit  Judo und Selbstverteidigung machen bzw. bereits bestehende Kenntnisse noch vertiefen. Während den Tanzkurs Hip-Hop Schülerinnen durchführten, schwitzten Andere beim „Zumba“ unter der  Anleitung einer erfahrenen Tanzlehrerin. In einem weiteren, von einer Mutter geleiteten Kurs  wurden Yoga und Atemübungen vermittelt, die zur Stressbewältigung im Alltagsleben beitragen sollen.   Nachmittags gab es für die gesamte Oberstufe ein  Volley-, Basket- und Fußballturnier.

 

Auch der Kurs zum vegetarischen Kochen wurde von Eltern durchgeführt. Weitere Projekte beschäftigten sich mit der Gestaltung des Europawappens und  eines Platz der Begegnung  auf dem Hof. Wer lieber mit Worten gestalten wollte konnte an einer Theaterwerkstatt,  angeboten von Theaterpädagogen aus Bröllin, oder an einer Schreibwerkstatt zu Bildern und Fotos teilnehmen. Auch künstlerisch Interessierte kamen  nicht zu kurz. So wurden kreative Installationen,  Malereien und Paletten geschaffen. Wer  einmal alles hinter sich lassen wollte schloss sich den Trommlern unter der Anleitung eines professionellen Kursleiters an.

Den  älteren Schülern kam an diesen Tagen eine besondere Rolle zu: zum einen waren sie als Leiter für manche Projekte, wie Fotokurs, Dokumentation und Hip-Hop  selbst verantwortlich, zum anderen waren sie in Projekte eingebunden, die sich dem Thema auf einer eher theoretischen Weise näherten.

 Die Gesellschaft für Soziale Bildung führte ein Projekt zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus durch, das sich vor allem mit  Nazipropaganda beschäftigte. Unter der Leitung von Mitarbeitern des Netzwerks für Demokratie und Courage arbeiteten die Schüler zum Thema Vorurteil und Selbstbestimmung.  Der Verein Bildung „Verquer“ informierte über Migration und versetzte die Teilnehmer spielerisch in die Rolle von Asylbewerbern. Eine andere Gruppe erstellte einen Zeitstrahl zur Kulturgeschichte.

Wer über den Hof ging hatte an diesen beiden Tagen ein besonderes Gefühl von Miteinander, Toleranz und Respekt und als  nach der Abschlusspräsentation die Tauben flogen, hatte nicht nur manch ältere Kollegin eine Träne im Auge.

 Auf diese Schule können wir stolz sein!