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26.02.2015

Schule trifft Landschaftsgärtner - Schülerwettbewerb 2015

Die seit diesem Jahr zur Verschönerung des Schulgeländes bestehende Arbeitsgruppe „Grüner Daumen“ stieß eher zufällig noch in letzter Sekunde auf die Bewerbungsunterlagen des Schülerwettbewerbs „Schule trifft Landschaftsgärtner“ und führte nachstehendes Interview mit Mathias Feldhacke, Auszubildender in der Brüssower Firma Garten- und Landschaftsgestaltung, Jan Muschinski, durch.  

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben um mit uns so spontan dieses Interview zu führen.

Zum ersten interessiert uns warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

„ Da ich sehr naturverbunden bin und gerne draußen arbeiten möchte, ist dieser Beruf genau das Richtige für mich. In der Schule war Biologie unter anderem mein Lieblingsfach. Beim Gestalten von Pflanzflächen kann ich sehr kreativ sein und am Ende der Arbeit kann man

„sein Werk“ bewundern. Dieser Beruf ist sehr abwechslungsreich, da er sich in viele Bereiche gliedert und das mag ich.“

 
Welche Bereiche sind das denn im Einzelnen?

„Das Pflanzen und Schneiden von Hecken, Bäumen und Sträuchern, das Anlegen von Rasenflächen, der Teichbau, der Wegebau, Grünanlagen anlegen, Dachbegrünung, Bewässerung und vieles mehr. Das ist wirklich das Tolle an diesem Beruf, er ist sehr vielseitig. Jede Baustelle ist anders, Monotonie gibt es nicht.“

Wir möchten gerne mehr über die Ausbildung eines Landschaftsgärtners erfahren.
Wie verläuft die Ausbildung?

„Die Ausbildungszeit für diesen Beruf beträgt 3 Jahre. Die praktische Arbeit wird im Ausbildungsbetrieb absolviert und der theoretische Teil wird in der Berufsschule vermittelt. Praxis und Theorie wechseln sich immer ab, z.B. zwei Wochen Schule und drei Wochen Arbeit im Betrieb…dazu kommen Lehrgänge, die zusätzlich besucht werden müssen.

 

Wo ist denn die Berufsschule und was ist ein möglicher Schwerpunkt eines Lehrganges?

„Die Berufsschule ist in Seelow. Das ist in der Nähe von Frankfurt/Oder. Z.B. der Umgang mit der Motorsäge oder das Beschneiden eines Baumes wären Lehrgänge, die zu besuchen sind.“

 
Welche Vor- und Nachteile bietet Ihnen der Beruf?

„Die Vorteile sind, dass ich an der frischen Luft, in und mit der Natur arbeiten kann und meine Ideen mit einbringen darf. Ich bin kein Stubenhocker sondern ich liebe es draußen zu sein. Zudem habe ich kurze Anfahrzeiten um zum Ausbildungsbetrieb zu gelangen. Dies ist ein Beruf, wo Teamarbeit ganz wichtig ist und das gefällt mir auch sehr gut. Ich mag diesen Beruf sehr, dass einzig Negative sind die Witterungsverhältnisse, auf die man sich einstellen muss. Arbeiten im Sommer bei extremer Hitze, im Winter bei Minusgraden oder bei Wind und Regen ist manchmal nicht so einfach.“

 

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht von dem, was Sie bisher gelernt haben?

„Da ich noch nicht so lange in der Ausbildung bin und noch nicht alles gemacht habe ist es ein wenig schwierig das zu sagen. Das Bäume pflanzen hat mir bisher am meisten Spaß gemacht. Bäume haben was für die Ewigkeit und stehen sehr lange dort, wo ich sie einmal gepflanzt habe.“

 
Wie sehen Ihre Perspektiven in diesem Beruf aus?

„ Für meine Zukunft bestehen gute Voraussetzungen den Beruf auch nach der Ausbildung auszuüben, da immer weniger Leute diesen Beruf erlernen und somit der Nachwuchs in dieser Branche knapper wird. Später kann ich mich noch zum Meister ausbilden lassen, dazu benötigt man aber drei Jahre Berufserfahrung.“

Würden Sie den Beruf weiterempfehlen?

„Auf jeden Fall. Jeder, der sich für Garten- und Landschaftsbau interessiert dem würde ich empfehlen diesen Beruf zu erlernen.“

 
 

Franziska, Andreas und Paul aus der 10b bedanken sich für das tolle Interview.