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29.03.2017

Der 8. März - Kampftag der Frauen

Am 08.03.2017 fand zu Beginn der Lernzeit (12:20) eine Zusammenkunft zum Weltfrauenkampftag statt. Von Schüler*innen der 12. Klasse wurde zu diesem Anlass eine Rede gehalten. Es versammelten sich ca. 150 Schüler*innen, um sich diese Rede anzuhören. Das Ziel der Rede war, die Schüler*innen darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen auch heute noch unterdrückt werden. Außerdem angesprochen wurde die richtige Bedeutung des Frauenkampftages. Die Schüler*innen sollen sich für Gleichberechtigung einsetzen, das beginnt schon mit im Alltag: z. B. dass man Frauen nicht als Objekt sieht, welches kocht, die Wäsche macht und putzt, sondern dass diese Aufgaben nicht an Frauen gebunden sind, sondern auch von Männern übernommen werden müssen. Weiterhin wurden die Schüler*innen dazu aufgerufen, an einem Schülerstreik in Mecklenburg-Vorpommern, welcher am 15.06.2017 stattfindet, teilzunehmen. Eine der Forderungen beim Streik heißt: „Kampf dem Sexismus!“

Die Rede im Wortlaut:
„Mit dem Aufkommen einer neuen Rechten in der ganzen Welt kommt auch immer wieder die Rolle der Frau in der Gesellschaft ins Gespräch. Allerdings ist diese Rolle immer wieder eine rückständige. Egal, ob die Kriminalisierung von Abtreibungen in Polen, die Wahl eines offen sexistischen Präsidenten in den USA oder die generelle Haltung der konservativen Parteien, die sich im Bezug zur Frau seit 100 Jahren nur gering änderte.
Das Problem ist allerdings, dass man mit diesen Forderungen uns nicht weit zurückwerfen würde, da in den meisten Familien und in der Gesellschaft immer noch ein stark geprägtes Familienbild vorherrscht, in der die Frau und Mutter sich um die Kinder kümmert, den Haushalt schmeißt und den Mann zufrieden stellt.
Und danken tun wir das der Frau, unseren Frauen, jedes Jahr am 8. März, mit Blumen oder Schokolade. Dass sie wieder ein Jahr nichts sagte, sich nicht beschwerte, ihre Lage einfach als unveränderlich ansieht.
Das war jedoch nicht der Sinn des Frauentages oder besser gesagt des Frauenkampftages. Eher das komplette Gegenteil. Entstanden ist der Frauenkampftag, um das Wahlrecht für Frauen zu ermöglichen, als dies errungen war, galt er der Emanzipation der Frau, wie z.B. Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbruch.
Und genau diesen Sinn dieses Tages würden wir gerne wiederbeleben, denn wie Eingangs gesagt, bestehen immer noch Ungleichheiten und es wird versucht eine neue Benachteiligung zu erschaffen.
Deshalb lautet auch unsere Forderung: Kampf dem Sexismus! Für dessen Umsetzung ist aber jede*r gefragt und wird jede*r benötigt, denn diesen Wunsch kann uns niemand, außer wir selbst in unserem Alltag, erfüllen.“